Tipps im Winter

Infos und Tipps zur Winterfütterung

finden Sie hier und hier.

Fettfutterstation selbst herstellen

Rotkehlchen an Hirsestange

 

Will man sebst aktiv werden und Vögel im Winter füttern, muss man wissen, daß es zwei Vogelarten gibt, die unterschiedliche Nahrung benötigen: die Weichfutterfresser und die Körnerfresser (Erläuterungen siehe unten).

 

Rezeptur

Die Zutaten:

 

- 1 kg Pflanzenfett oder ungesalzener Rinder- oder Hammeltalg

- Rosinen

- Nüsse

- Samen

- 100 g Margarine oder Speiseöl

- alternativ fertiges Kanarienvogelfutter aus dem Fachhandel

- alternativ fertiges Fettfutter aus dem Fachhandel

 

und so wird's gemacht:

 

Das Pflanzenfett bzw. Rinder- oder Hammelteig, welcher in Schlachtereien erhältlich ist, wird in kleine Stücke geschnitten und in einem Topf zum Schmelzen gebracht. Das Fett nur schmelzen und nicht erhitzen, sonst fängt es an zu riechen. Dazu kommen noch ca. 100 g Margarine oder Speiseöl im Verhältnis 1 : 5. Die Beigabe verhíndert, daß das Pflanzenfett bröckelt oder zu hart wird und die Vögel die anderen Zutaten nicht herauspicken können. Dann kommen die Körner und anderen Zutaten dazu. Das Fett und die Zutaten geben Sie in einen alten Topf und rühren beim Erwärmen kräftig um. Das feritge erkaltete Fettfutter kann man z.B. in alte Blumentöpfe oder Kokosschalen füllen und an einer Schnur in die Bäume hängen.
Solange es aber noch gut formbar ist, lassen sich gut Knödel daraus formen, die über Nacht getrocknet werden und härten.

Heiß umkämpfter Fettfutterknödel

Weichfutterfresser sind viele unserer heimischen Vogelarten wie Rotkehlchen, Kohlmeisen, Amseln aber auch Spechte, Stare, Drosseln oder die Zaunkönige, Kleiber, Heckenbraunellen und Baumläufer. An ihren spitzen zierlichen Schnäbeln sind sie leicht zu erkennen. In den warmen Monaten suchen sie ihre Nahrung hauptsächlich am Boden, wo sie Insekten, Früchte, Samen und Würmer aufstöbern.

Bei der Winterfütterung sollte hier vorzugsweise auf Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen und Obst (Äpfel, Birnen aber auch Trockenobst) Wert gelegt werden. Auch fertiges Weichfutter aus den Fachgeschäften wird gerne angenommen. Viele der gefierderten Gäste sind aber sehr anpassungsfähig und nehmen auch Sonnenblumenkerne oder Hanf an.

 

Zu den Körnerfressern, die mit Vorliebe Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Nüsse, Hanf oder andere Körner aus Futtermischungen verspeisen, zählen vor allem alle Finkenarten wie Buch- oder Grünfink, Zeisig, Stieglitz oder Kernbeißer, Spatzen, Meisen oder Dompfaffen. Ihre Schnäbel sind kurz und kräftig und daher besser geeignet, um feste Körner zu picken.