Nistkastenrevision an der Hasselborner Straße

 

Bei kalten, aber trockenem Wetter trafen sich am 22. Februar gegen 10.00 Uhr ca. 20 Mitglieder und interessierte Gäste, um die im Jahr 2012 aufgehängten Nistkästen an der Hasselborner Straße wieder zu inspizieren.

In 4 Gruppen machten sich die mit langen Leitern ausgerüsteten Naturfreunde auf den Weg zu „Ihren“ Nistkästen. Welche Vögel wohl die Nistkästen angenommen hatten, wie erfolgreich waren letztes Jahr überhaupt die Nisthilfen angenommen worden ?

Nester vorwiegend aus Moos, weisen auf die Kohlmeise als Mieter hin, sind zusätzlich Tierhaare verbaut, war wohl eine Blaumeise im Nistkasten eingezogen. Nester aus kleinen Holzstücken, v.a. aus der Spiegelrinde der Kiefer werden vom Kleiber angelegt. Der Trauerfliegenschnäpper garniert seine Moosnester gerne mit frischen Blättern, die sich dann mit der Zeit zusammen-rollen. Läßt das Nest eine gewisse Ordnung vermissen, sind Moos, Strohhalme, Blätter und Federn kunterbunt zu einem scheinbar lieblosem Haufen zusammengetragen, hatte sich wohl der Spatz oder Feldsperling eingenistet.

Doch nicht nur Vögel nutzen die Nisthilfen, auch kleine vierbeinige Waldbe-wohner wissen die vorgefertigte Behausung zu schätzen und zu nutzen. Haselmaus und Siebenschläfer machen den Vögeln Konkurrenz, ihre Anwesenheit wird durch eine Vielzahl von Nußschalen und gar ganzen Eicheln etc. belegt.

 

Als Ergebnis der Kontrolle konnte dann festgestellt werden, daß

- die Kohlmeisen mind. 26 Brutnester angelegt hatten

- die Blaumeisen mind. 8 Brutnester

- der Kleiber 3 mind. Brutnester

- der Trauerfliegenschnäpper mind. 9 Brutnester

und der (Feld)-sperling mind. 1 Brutnest angelegt hatte.

In 11 von 64 Nistkästen konnten die Nestnutzer nicht eindeutig bestimmt werden, da die Nester mehrmals genutzt wurden.

 

Als Dank für die fleißigen Helfer wurde im Domizil in Naunstadt ein von Dörthe Best zubereitete hausgemachte Suppe serviert. Diese schaffte schnell eine wohlige Wärme in den ausgekühlten Körpern und war die Basis für einen würdigen Abschluß in geselliger Runde unter Naturschutzfreunden.