Kelterfest im Oktober 2011

Auch beim diesjährigen Kelterfest konnten die emsigen Vogelschützer auf das Wohlwollen des Wettergottes bauen.

Bereits beim Aufbau ab 08.00 Uhr zeigte sich die Sonne von ihrer schönsten Seite, als die eifrigen Mitglieder der Vogel- und Naturschutzgruppe die Pavillons und Garnituren vor dem Dorfgemeinschaftshaus Naunstadt aufbauten und die Kelter für ihren Einsatz vorbereiteten.

Im Haus selbst wurden Tische festlich gedeckt und die Kuchentafel vorbereitet, die sich hoffentlich auch füllen würde.

Bereits gegen 09.30 Uhr begann der Muser sein lautstarkes Werk und zerkleinerte die frisch gewaschenen Äpfel, mit denen dann die startbereite Kelter gefüllt wurde. Unter der Zugabe von Druckluft füllte sich der Luftsack in der Kelter und presste die Apfelstücke gegen die, mit Stanzlöchern versehene Außenwand. Und schon duftete es im Pavillon und drumherum nach frischem Apfelsaft, der dann auch in kleineren und größeren Strömen an der Kelter herunter in die plazierten Auffanggefäße floß.

Ob es der Lärm der Kelter oder der Duft des köstlichen Saftes war, jedenfalls füllte sich der Platz schnell mit neugierigen Besuchern. Die kleineren und größeren Gäste konnten hautnah erleben, wie Saft gemacht wurde; und manch Glas wurde auch gleich gefüllt, um dann vom goldgelben Nektar zu naschen. Autos fuhren vor, aus denen zahlreiche Säcke mit frisch geernteten Äpfeln gewuchtet wurden. Der Traum vieler Obstgartenbesitzers wurde hier erfüllt, vom eigenen Obst Saft herzustellen.

Und mit dem Fortschreiten des Tages stellte sich auch bald ein Hungergefühl bei den Vogelschützern und deren Gäste ein. Und wie sich der Duft des Apfelsaftes aus der Kelter auf dem Platz verbreitete, so stiegen aus dem Suppenkessel, dem Grill und der Pfanne andere Wohlgerüche auf, die dafür sorgten, dass bei vielen alsbald der Magen knurrte. Doch dem konnte schnell abgeholfen werden, bei deftiger Erbsensuppe und Würstchen oder Bratwurst mit Brötchen und als Premiere mit frische zubereiteten Kartoffelpuffer mit Apfelmus waren die Hungergefühle rasch gebannt. Und zwischendurch wurde immer wieder vom Apfelsaft, der weiter produziert wurde, gekostet.

Im Saal hatten sich schon die ersten Gäste zusammengefunden und plauderten miteinander. Und, oh Wunder, auf der vorher so leeren Kuchentafel standen die leckeren Kreationen der Kuchenspender, die auch von der optischen Gestaltung her zu einer sofortigen Verköstigung einluden. Der erste Kaffee war dann auch schnell gebrüht und bei den vielen kleinen Schwätzchen fand sich immer wieder Zeit, ein neues Stück Kuchen zu genießen.

Kurz nach 14.00 Uhr waren die letzten Äpfel verarbeitet und der lautstarke Muser stellte seinen Betrieb ein. Damit war auch für die fleißige Keltermannschaft das Signal gegeben, zur Ruhe zu kommen und bei einer gemütlichen Tasse Kaffee den arbeitsreichen Tag ausklingen zu lassen. Auch dieses Kelterfest war für uns wieder ein schönes Erlebnis.

 



Kelterbetrieb
Kartoffelpuffer
Kuchentheke